Baby Body

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Babies in der zeitgenössischen Kunst

Katalog zur Ausstellung der Kunsthalle Darmstadt vom 24.4.2007 bis 24.6.2007 mit Werken von Andrea Bender, Erik Binder, Manfred Erjautz, Frank Jacob Esser, Uwe Gräbner, Marianna Gartner, Max Klinger, Markus Krön, Martin y Sicilia, Werner Neuwirth, Ulrike Rosenbach, Judith Samen, Eva Schwab, Max Streicherm Cornelius Völker und Wal.

Artikelnummer: 978-3-87390-235-0 Kategorie: Schlüsselworte: , , Autoren: .

Beschreibung

„Baby“ ist emotional so aufgeladen wie kaum ein anderes Thema In der Kulturgeschichte. „Baby“ weckt Instinkte und ein ganzes Bündel von Individuellen und gesellschaftlichen Leitgedanken, Es steht für Leben schlechthin, für Entwicklung, Generationenfolge, Wachstum, gleichzeitig für Fürsorge und Verantwortung. Es ruft Erwartungshorizonte wach und provoziert Visionen, Ängste und Hoffnungen bezüglich der Zukunft. Auf der anderen Seife bedeutet es für einen Erwachsenen zwangsläufig eine Reminiszenz an die persönliche Vergangenheit. Als machtloses Wesen hat das Baby schließlich auch Indikatorfunktion. Es ist sozusagen das Thermometer der sozialen Atmosphäre einer Gesellschaft.

Mit allen diesen Aspekten des Themas setzen sich die national und international renommierten Künstler der Ausstellung „Baby Body“ kreativ auseinander. Sie entwickeln höchst unterschiedliche Experimentalreihen zum Motiv „Säugling“. Sie präsentieren groteske, amüsante und nachdenkliche Werke, die die gewohnte, klischefisierte Wahrnehmung, den instinktiven Automatismus beim Anblick eines „Baby Body“ durchbrechen und dem Betrachter bewußtmachen. Sie erkunden spielerisch die Fülle von symbolischen Bedeutungen, mit denen das Wesen Säugling gemeinhin verbunden oder gerade nicht verbunden ist. So tritt das Baby in vielen Rollen auf, zum Beispiel als Putto und wilde Geschichten erträumender Schläfer, als „Vogelversteher“, teuflisches Wesen und labiler Gigant. Der Generationenwechsel Ist in der Ausstellung genauso Thema wie die Erziehung zum Konsum, altherbrachte und falschverstandene Mutterrollen, das Prinzip der Erinnerung und Zukunftserwartungen.

Es gehört zum Programm der Kunsthalle Darmstadt, Themen von allgemeinem Interesse aufzugreifen, Alltagswelten und zeitgenössische Kunst miteinander zu verknüpfen. Als Thema, dem sich kaum Jemand entziehen kann, erfüllt „Baby Body“ perfekt diesen Anspruch.

„Baby Body“ konnte nur durch die großzügige Unterstützung seitens der Hessischen Kulturstiftung und seitens der Wissenschaftsstadt Darmstadt verwirklicht werden. Für ihre engagierte, tatkräftige und unkomplizierte Hilfe danke Ich dem Hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch, dem Oberbürgermeister der Stadt Darmstadt Walter Hoffmann und dem Staatssekretär a.D. Prof. Dr. Joachim Felix Leonhard.

„Baby Body“ wird parallel zur Festveranstaltung anläßlich des 170-jährigen Jubiläums des Kunstvereins Darmstadt in der Kunsthalle eröffnet. Der Besinnung auf die Vergangenheit antwortet so die wahrlich allerjüngste Jugend. Der Vorsitzenden des Kunstvereins Darmstadt, Frau Ruth Wagner, MdL, gilt mein besonderer Dank für Ihr lebendiges Interesse, ihre kompetenten Ratschläge und ihr außergewöhnliches Engagement. Danken möchte ich auch dem gesamten Vorstand des Kunstvereins für seine tatkräftige Arbeit.

Die Ausstellung „Baby Body“ bietet manche Überraschung, lost sich nicht auf einen einzigen Sinn festlegen, zeigt viele unterschiedliche lebendige Entwicklungslinien. So paßt sie perfekt zur Vitalität eines ,,Babys“.

Dr. Peter Joch
Direktor Kunsthalle Darmstadt

Zusätzliche Information

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ISBN-13